Wichtige Info

Allgemeine Informationen zur Kontaktaufnahme mit dem Nachlassgericht

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Erkelenz stehen nach Terminvereinbarung zu Ihrer Unterstützung in den unten aufgeführten Angelegenheiten zur Verfügung.

Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch (Tel.: 02431 9602-215 oder 216 oder 918) während der Öffnungszeiten. Der vereinbarte Termin zur persönlichen Vorsprache kann u. U. auch außerhalb der Öffnungszeiten liegen.

Erbausschlagungen

Zur Beurkundung von Erbausschlagungen wenden Sie sich bitte an einen Notar externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab Ihrer Wahl oder vereinbaren Sie unter den vorgenannten Telefonnummer einen Termin.

Wir bemühen uns, Personenansammlungen zu vermeiden. Sie müssen daher damit rechnen, dass die Anzahl der Personen, die für eine Beurkundung geladen wird, im Rahmen der Terminvereinbarung beschränkt werden kann. Bitte geben Sie bei der Terminvereinbarung die Anzahl der ausschlagenden Personen genau an. Bei mehreren Personen erhalten Sie u. U. zeitlich anknüpfende Folgetermine.

Bitte teilen Sie den Namen des Verstorbenen und Ihre Telefonnummer für Rückfragen mit.

Zu dem Termin für die Erbausschlagung bringen Sie bitte die Sterbeurkunde (Original oder beglaubigte Abschrift) oder das gerichtliche Schreiben, Ihren Personalausweis oder Reisepass und den nachstehenden Vordruck vollständig ausgefüllt mit.

Beantragung eines Erbscheins

Benötigen Sie einen Erbschein, reichen Sie die Unterlagen bitte schriftlich ein. Ein geeignetes Formular finden Sie nachstehend. Erforderliche Urkunden können dem Antrag zunächst als Kopie beigefügt werden. Sie erhalten im Anschluss schriftlich Mitteilung über das weitere Vorgehen.

Wann eine Terminierung erfolgt, ist derzeit nicht absehbar; alternativ wenden Sie sich bitte an einen Notar. Damit die Abstandsregeln zur Corona-Pandemie eingehalten werden können, ist vorgesehen, dass der Termin zur Beantragung des Erbscheins grundsätzlich nur von nur einem Miterben wahrgenommen werden soll.

Amtliche Testamentsverwahrung

Sofern Sie ein Testament in die amtliche Verwahrung geben oder nach dem Tod des Erblassers bei Gericht einreichen möchten, steht Ihnen hierfür das nachstehende Formular zur Verfügung.

Bitte fügen Sie Ihre Geburtsurkunde bzw. Eheurkunde bei. Für die  Rückgabe von Verfügungen von Todes wegen benötigen wir den Personalausweis oder Reisepass, den Hinterlegungsnachweis und Ihre Geburts- bzw. Eheurkunde.

Bei Einreichung des Testaments nach dem Tod des Erblassers verwenden Sie bitte ebenfalls das unten aufgeführte Formular und fügen die Sterbeurkunde bei.

Corona-Schutz:

  • Sofern Sie nicht auf eine Begleitung angewiesen sind, erscheinen Sie bitte alleine zu dem vereinbarten Termin.

  • Bitte beachten Sie bei Besuch des Gerichtsgebäudes die Hygiene- und Abstandsregeln! Halten Sie bitte immer 2 Meter Abstand und legen einen Mund- Nasenschutze an.

  • Beachten Sie bitte, dass der Zugang zum vereinbarten Termin frühestens 10 Minuten vor Beginn gewährt wird.

 

Testamentsverwahrung und -eröffnung, Erbscheinserteilung, Erbausschlagung 

Das Nachlassgericht regelt sämtliche rechtliche Angelegenheiten nach dem Tod eines Menschen. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die bzw. der Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes den letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte.

Die Aufgaben eines Nachlassgerichts sind:

  • Verwahrung von Testamenten,
  • Eröffnung von Testamenten und Erbverträgen,
  • Ernennung und Entlassung eines Testamentsvollstreckers,
  • die Erteilung von Erbscheinen,
  • die Entgegennahme von Erbausschlagungserklärungen,
  • die Bestellung eines Nachlasspflegers,
  • weitere Regelungen, die das Erbe betreffen.

Verwahrung

Wollen Sie ein privatschriftliches Testament beim Amtsgericht in amtliche Verwahrung geben, so bringen Sie bitte außer Ihrem gültigem Personalausweis auch Ihre Geburtsurkunde mit. Die Testamentshinterlegung wird beim Zentralen Testamentsregister erfasst und das Geburtsstandesamt hiervon benachrichtigt. Damit ist gewährleistet, dass im Todesfall das Testament eröffnet wird.

Eröffnung

Soll nach dem Tod einer Person ein Testament oder Erbvertrag vom Amtsgericht eröffnet werden, so bringen Sie bitte die Sterbeurkunde der Verstorbenen bzw. des Verstorbenen sowie eine Liste mit allen durch Testament bedachten Erben nebst Postanschrift mit. Bitte tragen Sie in die Liste auch mögliche gesetzliche Erben mit Postanschrift ein. Gesetzliche Erben sind in der Regel neben dem Ehegatten die Verwandten (Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern etc.). Die Angabe der Adresse ist erforderlich, weil alle Erben, ob sie im Testament bedacht sind oder nicht, von der Testamentseröffnung benachrichtigt werden.

Erbschein

Wollen Sie einen Erbschein beantragen, so sind außer der Sterbeurkunde auch Personenstandsurkunden (Geburts-, Ehe-, Sterbeurkunden, ggf. Scheidungsurteil bzw. Scheidungsbeschluss, auch in Form des Familienstammbuchs) aller in Betracht kommenden Miterben einschließlich bereits verstorbener Personen (z. B. vor der Erblasserin bzw. dem Erblasser verstorbene Ehegatten oder Kinder) im Original oder als beglaubigte Abschrift vorzulegen, um deren Verwandtschaftsverhältnis zu der verstorbenen Person zu belegen. Auch in diesem Fall müssen alle Miterben mit Postanschriften benannt werden.

Außerdem kann es hilfreich sein, Vollmachten der Miterben vorzulegen, in denen diese ihr Einverständnis mit Ihrem Erbscheinsantrag dokumentieren. Andernfalls müsste das Gericht diese Personen vor der Erteilung des Erbscheins zu dem Antrag schriftlich anhören, was zu einer vermeidbaren zeitlichen Verzögerung führen kann.

Bitte wenden Sie sich zur Frage des Inhalts der Vollmachten vorab an das Nachlassgericht.

Europäisches Nachlasszeugnis

Für den innerdeutschen Rechtsverkehr ist der Erbschein ausreichend. Für Sterbefälle ab dem 17.08.2015 besteht zudem die Möglichkeit der Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses. Dieses gilt in den Mitgliedstaaten der EU außer in Großbritannien, Irland und Dänemark. Befinden sich Gegenstände, die zum Nachlass gehören, im Ausland, erkundigen Sie sich bitte (etwa bei einer ausländischen Behörde oder Bank), ob der Erbschein auch zur Abwicklung des dort befindlichen Nachlasses ausreichend ist oder ob das Europäische Nachlasszeugnis benötigt wird.

Benötigen Sie zur Abwicklung des Nachlasses das Europäische Nachlasszeugnis, finden Sie die entsprechenden Antragsformulare auf der Seite des Europäischen Justizportals. Bitte füllen Sie den Antrag sorgfältig aus und drucken diesen sodann aus. Zur weiteren Antragstellung bei dem Nachlassgericht oder einem Notar gelten die Ausführungen zum Erbschein entsprechend.

Für die Erteilung des Europäischen Nachlasszeugnisses fallen dieselben Kosten an wie für die Erteilung des Erbscheins. Werden Europäisches Nachlasszeugnis und Erbschein beantragt, fallen die doppelten Kosten an.

Erbausschlagung

Wollen Sie eine Ihnen angefallene Erbschaft ausschlagen, müssen Sie die Ausschlagung binnen sechs Wochen gegenüber dem Nachlassgericht erklären. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem Sie von dem Anfall der Erbschaft und dem Grund Ihrer Berufung zum Erben Kenntnis erlangen. Sie müssen die Ausschlagung persönlich zur Niederschrift des Nachlassgerichts (Amtsgericht) erklären oder durch einen Notar öffentlich beglaubigen lassen. Ein einfaches Schreiben reicht nicht aus. Für die Entgegennahme der Erklärung ist das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte oder in dessen Bezirk Sie selbst Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Durch Ihre Erbausschlagung werden Sie behandelt, als wäre Ihnen die Erbschaft nie angefallen. Erben werden dann die nachberufenen Erben (z.B. Ihre Kinder). Sie werden daher gebeten, die entsprechenden Personalien der nachberufenen Erben anzugeben, damit auch diese Personen von der Möglichkeit der Erbausschlagung informiert werden können.

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